STATION ②
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Station 2: Brüssel Paris-Frankfurt a.M.
Betty Lambert war die Tochter des Bankiers Léon Baron Lambert aus Brüssel, Rothschild-Agent, amtshöchster Jude in Belgien und ein Financier von König Léopold II. Ihre Mutter war die Künstlerin Baronne Zoé Lucie Betty de Rothschild aus Paris.
James de Rothschild, der Urgrossvater von Betty Lambert, wuchs als Jakob im Ghetto von Frankfurt a. M. auf. Mit seiner Ehefrau und Nichte Betty de Rothschild hatte er die französische Linie begründet.
Bettys Vater Léon Lambert und Grossvater Gustave de Rothschild verheirateten die knapp 17-Jährige mit Rudolf von Goldschmidt-Rothschild (1881–1962) nach Frankfurt a. M. Er war ein Cousin dritten Grades und vertrat wie sie die fünfte Generation der Rothschild-Dynastie.
1913 brachte Betty den ersten Sohn zur Welt, 1917 den zweiten. Während des Ersten Weltkriegs war die gebürtige Belgierin und Französin als Preussin eine Feindin im Feindesland. 1916 starb die Mutter, Anfang 1919 der Vater. Betty verliess Frankfurt a. M. Die Söhne musste sie ihrem Ehemann überlassen.
Der Wald an dieser Stelle war im 18. Jahrhundert als Lustwäldchen angelegt – ein gepflegter, kleiner Wald zum «Lustwandeln» innerhalb eines Parks. Ein Diagonalpfad erinnert noch an die ehemalige Wegführung zum gemütlichen Spazierengehen.

Betty Lambert als Dreijährige, Foto von 1897 (Quelle: Familienarchiv).

«La Gustaverie»: Ein Familienfoto von 1909 zum 80. Geburtstag von Gustave de Rothschild (Bildmitte) in Paris. Betty Lambert, vorne sitzend, 2. v.l. (Quelle: Familienarchiv; Wiedergabe mit Genehmigung der Treuhänder des Rothschild-Archivs, London).

Betty 1917 in Frankfurt a. M. mit ihren beiden Söhnen Alexis und Ferdinand (Quelle: Familienarchiv)
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