Station 5 Côte d’Azur

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Station 5: Côte d’Azur

Mitte der 1930er Jahre verwirklichte Betty Lambert ihren Traum vom Süden im eigenen Reich: Auf der Halbinsel im Park liess sie von ihren Gärtnern Föhren aus Südfrankreich pflanzen – ihre persönliche Côte d’Azur entstand.

Beim Grabstein vorne am Seeufer mit den Worten «Corgi my friend for 12 years – 1958» liess die Baronin einen ihrer Hunde begraben.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 nutzte Betty Lambert ihre internationalen Beziehungen, um Menschen bei ihrer Flucht vor den Nazis zu unterstützen. Insbesondere vor dem und im Zweiten Weltkrieg war ihre Adresse für Diplomaten und Geheimdienstleute ein geheimer Treffpunkt.

Ihre besondere Rolle in dieser Zeit zeigte sich erst aufgrund der Recherchen zu den Namen in ihrem Gästebuch (1937–1961) für die Romanbiografie «Die Baronin im Tresor».

Betty Lamberts Söhne liessen sich in der Schweiz nieder. Ferdinand heiratete 1941 und Alexis 1946 in der Herrschaftsvilla. Die Trauung von Tochter Ynes mit dem Genfer Gérald Cramer 1942 fand in der Kirche Scherzligen statt.

Eine kleine Côte d’Azur: Auf der Halbinsel Schorenkopf liess die Baronin in den 1930er Jahren Föhren aus Südfrankreich setzen (Quelle: Franziska Streun, Foto von 2016).

Am 31. Mai 1942 signierte auch Gerald M. Mayer im Gästebuch von Betty Lambert. Er arbeitete im Office of Strategic Service (OSS), im US-amerikanischen Geheimdienst an der Herrengasse in Bern. (Quelle: Familienarchiv).Link zum Gästebuch: https://franziskastreun.ch/flipbook/mobile/index.html

Die Braut und ihre Mutter als Gastgeberin zwischen Lindensaal und Garten: Ynes von Bonstetten feierte die Hochzeit mit Gérald Cramer im Garten der Campagne Bellerive (Quelle: Familienarchiv).

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