Station 7 ab 1961

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Station 7: ab 1961

Ende 1960 verkaufte die Baronin die Campagne Bellerive für 7,5 Millionen Franken an die Stadt Thun und den Kanton Bern. Das geschichtsträchtige Kulturgut umfasste ein Grundstück von insgesamt 277 000 m² Land sowie 40 000 m² Seegrund, eine eigene Quellversorgung und 13 Gebäude.

Am 4. Februar 1961 sagte der Stadtrat von Thun ja zum Kauf. Am 5. März 1961 hiessen die Thuner Männer an der Urne das Geschäft gut. Seither betreut das Anwesen im Auftrag der neuen Eigentümerschaft der Verwaltungs- und Betriebsausschuss Campagne Bellerive – Bonstettengut.

Betty Lambert verbrachte 1961 für letzte Umzugsvorbereitungen ein paar Wochen in der Herrschaftsvilla. Im Sommer zog sie – inzwischen 67-jährig – mit ihrem Chefkoch, einer Zofe und einem Butler nach Genthod bei Genf, wo sie mit 75 Jahren starb.

Seit dem 3. August 1962 ist der seeseitige Park für die Bevölkerung zugänglich. Für andere Teile des Guts tauchten danach mehrere Interessenten mit eigenen, jedoch stets abgelehnten Projekten auf – so etwa die Gebr. Hoffmann AG und die Manorfarm aus Unterseen.

Die Denkmalpflege des Kantons Bern zeichnete das Amt für Stadtliegenschaften Thun für die Weiterentwicklung des Bonstettenparks mit dem Spezialpreis 2024 aus.

Ein Geschenk an die Öffentlichkeit: Das «Thuner Tagblatt» berichtete am 4. August 1962 über die Eröffnung des Bonstettenpark (Quelle: newspaperarchives.ch).

Betty Lambert lebt seit Sommer 1961 in einer Villa in Genthod GE: Im Bild sass sie am Poolrand und streichelte ihren Welsh-Corgi Scrumpi (Quelle: Familienarchiv).

Spielplatz statt Tennisplatz: Die Stadt Thun und der Kanton Bern öffneten den Park, der inzwischen in der breiten Öffentlichkeit als Bonstettenpark bekannt und Teil der Campagne Bellerive ist, am 3. August 1962 für die Bevölkerung (Quelle: Franziska Streun, Foto von 2016).

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