Station 4 Tennisplatz

STATION ④

Einleitung Themenweg

Plan Ihr Standort

Station 4: Tennisplatz

Betty von Bonstetten trennte sich vom Ehemann und lebte mit ihrer Tochter Ynes in der Sommerresidenz. 1933 war die Scheidung rechtsgültig. Die Baronin hiess offiziell wieder Lambert.

An der Stelle, wo sich heute die ufernahe, sogenannte Vogelinsel befindet, liess Betty Lambert in den 1930er Jahren einen Tennisplatz errichten. Auf diesem vergnügten sich ihre Gäste, zu denen Wimbledon-Teilnehmende gehörten – unter ihnen die Thunerin Lilian Paravicini-von Wattenwyl (1886–1955). Sie war die Tochter von Johann Ludwig Eduard von Wattenwyl und Gräfin Anna Emilie von Pourtalès.

Auf dem Tennisplatz errichteten die Stadt Thun und der Kanton Bern, die seit 1961 die Eigentümer des Guts sind, einen Spielplatz.

Das dahinterliegende Inselchen mit den Bäumen wurde 1794 mit Erdmaterial aus dem Kanal aufgeschüttet. Der kleine Gartengebäude in Form eines Aussichtspavillons aus jener Zeit ist entfernt worden.

Den neuen Steg realisierten die Stadt Thun und der Kanton Bern im Rahmen des Masterplans. Er nimmt die unrealisierte Idee von Betty Lambert für einen Hafen auf.

Im Ausschnitt aus dem Projektplan von 1930 ist ersichtlich, wie das Hafenbecken aus der Vogelperspektive ausgesehen hätte (Quelle: Familienarchiv).

Im Mündungsbereich hätte Betty Lambert beidseits des Kanals Bade- und Teepavillons bauen lassen (Quelle: Familienarchiv).

Nach dem gescheiterten Projekt, mit welchem die Baronin gleichzeitig die Gwattstrasse hinter das Gut hätte versetzen wollen, liess sie am Seeufer einen Tennisplatz mit hohen Auffangnetzen erstellen. Vorne: Ynes (Quelle: Familienarchiv).

Die nächste Station Nummer 5: Côte d’Azur
Die vorherige Station Nummer 3: 1920er Jahre